Tageslosung

Mittwoch, 21. November 2018
Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht.
Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles.

Predigten

Predigt zu Hiob 14,1-6 am 11.11.2018

Predigt zu Hiob 14,1-6 (von Henning Porrmann)

Den Gottesdienst zum Nachhören (Predigt bei ca. Position 23 Min.)

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Ich habe Glück gehabt, viel Glück gehabt sagt die Frau mit den fröhlich blitzenden Augen, die von Falten umgeben sind, die ihre Augen zu kleinen Sonnen machen. Und dann erzählt sie von den schrecklichen Erlebnissen des Krieges und immer wieder: „ja ich habe viel Glück“ gehabt.

Alle wollen mir was, die wollen nur mein Geld, sagt die andere, die mit den zwei steilen Falten auf der Stirn und lacht dabei immer wieder auf, obwohl es zum Weinen ist. Und so klingt selbst das Lachen aufgesetzt und verbittert.

Ich will mit dem Leben in Verbindung sein, Hoffnung machen und Trost schenken, sagt die Frau, die gerade erst Ihren sechsjährigen krebskranken Sohn und ihren ersten Ehemann, der aus Gram gleich hinterher gestorben ist beerdigen musste.

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Predigt zu Röm 13,1-7 am 4.11.2018

Predigt zu Röm 13,1-7 (von Henning Porrmann)

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Diese Tage sind voll deutscher Geschichte. Wir denken in diesen Tagen an 100 Jahre Abschaffung der Monarchie und Ausrufung der ersten Deutschen Republik, an die Tage, in denen der Judenhass so offensichtlich grausam gelebt wurde, dass er vor aller Augen war, die Reichspogromnacht 1938 und an die Maueröffnung vor 29 Jahren und das Ende der DDR. Wir haben gerade die Wahlen in Bayern und in Hessen hinter uns und erleben fast täglich wie etablierte Parteien von den Wählerinnen und Wählern verlassen werden, wie sich Machtverhältnisse ändern und Antworten auf komplexe Fragen schwieriger werden. Viele schauen in diesen Tagen auch mit Spannung in die USA und auf die Mid Term Elections und warten manchmal angstvoll darauf, was der mächtigste Mann der Welt demnächst wieder loslässt. Von dem Blick auf den Krieg in Syrien oder den Umgang mit der Pressefreiheit in der Türkei oder den Machtbeziehungen eines verbrecherischen Regimes in Saudi Arabien mal ganz zu schweigen… Sie meinen, liebe Gemeinde, das hätte doch alles nichts im Gottesdienst zu suchen?

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Predigt am 23.09.2018 zu Jes 49,1-6

Predigt zu Jes 49,1-6

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Sie kennen das alle: Da legt sich jemand total ins Zeug, hängt sich rein und engagiert sich, organisiert das Riesenfest, den Verein und das Büro an der Arbeit und dann gibt es keine oder nur eine kleine Resonanz. Oder Ihr Schülerinnen und Schüler in der Schule: man macht und tut, rackert sich nach seinen Kräften ab und dann kommt in der Arbeit etwas ganz anderes dran. Oder wenn ich mir vorstelle, wie es Menschen bei Greenpeace zum Beispiel gehen muss, oder überhaupt allen, die sich für das weltweite Klima und den Umweltschutz einsetzen und dann kommt ein amerikanischer Präsident und leugnet, dass es den Klimawandel überhaupt gibt und steigt aus allen Abkommen einfach mal eben aus. Alle Arbeit umsonst. Oder wenn man sich anhört, mit welchen Worten, mit welcher Dreistigkeit und Dummheit in diesen Tagen nicht nur von der AFD oder anderen rechtextremen Gruppierungen Politik gemacht wird, wie die gute alte Nazizeit so langsam wieder Einzug hält, wenn da die Rede ist von: Wir müssen uns halt wehren. Oder „die Migration sei die Mutter ALLER Probleme“ oder wenn Fakten von obersten Regierungsvertretern und Behördenchefs verdreht und verharmlost werden, dann frage ich mich, ob nicht auch die ganze Bemühung um Bildung in unserem Land für die Katz war. All diesen vergeblichen Bemühungen ist gemein, dass wir dieses Vergeblich oder umsonst nicht nur aus dem Großen und Ganzen, sondern auch aus dem eigenen Leben kennen.

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Predigt zu Röm 8,12-17 und Taufansprache am 28.8.2016

Taufansprache zu „Dir gehört mein Herz“
Liebe Taufeltern, liebe Paten, liebe Taufgemeinde,
wenn wir jetzt gleich Paulina, Moritz und Tiana taufen, dann geschieht etwas Großartiges, aber auch Geheimnisvolles. Der Grund und Schöpfer allen Lebens verbindet sich für immer mit diesen drei Kindern und macht sie zu seinen Kindern. Zwar hat er schon mit ihrer Geburt ja zu ihrem Leben gesagt, aber heute bekommen sie darauf mit ihrer Taufe noch einmal Brief und Siegel für sein Versprechen sie für immer durch ihr Leben zu begleiten. Das kommt besonders gut in den beiden Taufsprüchen von heute, die es mit „dem Behüten“ zu tun haben zum Ausdruck:

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Kunst und Glaube (Predigt am 22.5.2016 zu Röm 11,33-36)

Predigt zu Röm 11,33-36
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Liebe Gemeinde!
Schauen Sie sich mal um. Blöde Anweisung, haben Sie bestimmt schon getan und die Bilder, die von hier unten zu sehen sind betrachtet. Kunst in der Kirche, darum geht es heute und was die Betrachtung von Kunst mit dem Glauben zu tun hat.
Kunst gibt Einblick in die Wahrnehmung eines anderen Menschen, transportiert Stimmungen, Atmosphäre, Gefühle, Einsichten, macht nachdenklich, lässt Dinge in einem neuen Licht erscheinen, bringt Gedanken, Farben und Dinge zusammen, die vorher nicht zusammen waren und erzählt dadurch Geschichten. Unsere Kirche wirkt durch die Bilder anders. Die Kunst setzt den Raum in ein neues Licht.

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